ChristenGemeinde Stadtheide in Paderborn

Wir laden Sie ein, unsere Gemeinde näher kennen zu lernen. Die Bilder und Texte geben Einblick in unsere Arbeitsbereiche und regelmäßigen Veranstaltungen.

Reicht es für den Pokal?

Es ist einer warmer Samstagvormittag, um 12 Uhr begeben sich die fußballvirtuosen Nachwuchstalente der ChristenGemeinde Stadtheide auf den Weg zum Fußballplatz in Elsen. Dort trafen sich mehrere Hobbyverbände und Mannschaften, um ihr fußballerisches Können unter Beweis zu stellen und Preise abzuräumen. Verantwortlicher und somit gleichzeitig auch Kapitän unserer Mannschaft war Sven Schwenke.

Die Zeit schritt voran und allmählich sammelte sich unsere Mannschaft auf dem Rasen vor dem Fußballplatz.  Unsere Fußballbekleidung bescherte den Gegnern jedoch vorerst keine schlotternden Knie. Zwischen Trikots von Profi-Fußballclubs und sogar Spezialanfertigungen waren wir die Außenseiter. Wer an uns vorbei ging sah schlichte schwarze T-Shirts und ebenso schwarze Shorts. Eine Favoritenrolle teilten uns die anderen Mannschaften sicherlich nicht zu, doch dass diese uns nicht unterschätzen sollten, durften sie in naher Zukunft herausfinden.

Und dann ging es los. Wir rannten auf den Platz, die Euphorie war groß. Unsere Gegner „die Geißböcke“ im Kölner rot-weiß eingekleidet. Es musste schnell gehen, wir haben nie zuvor in dieser Konstellation gespielt, geschweige denn jemals zuvor mit einander Fußball gespielt, aber das sollte uns nicht im Weg stehen. Sven als Kapitän hatte sich schon in Vorfeld Gedanken gemacht und verteilte die Rollen.

Im Sturm spielte Rene Wedel, das Mittelfeld wurde mit Jan Wedel, Daniel Reimer, Benjamin Lifke und Sven Schwenke dem Kapitän höchstpersönlich besetzt. Gleich dahinter die Verteidigung mit Jan Toschinski, Tobias Abram und Lukas Nerenberg. Im Tor die Nummer 1 Phillip Reimer. Die Richtlinien des Turniers schrieben vor, mit jeweils 5 Feldspielern und einem Torwart auf ein halbes Fußballfeld zu spielen. Eine Partie dauerte 12 Minuten. Es traten 12 Mannschaften zum Turnier an.

Wir kamen noch einmal im Kreis zusammen, nahmen uns in die Arme und Kapitän Schwenke sprach ein Gebet und wir beendeten es mit einem lauten „AMEN!“ Dann der Anpfiff, die Gruppenphase konnte losgehen, unerwartet früh erzielten wir in den ersten Zügen des Spiels das erste Tor durch Rene Wedel, der zahlreiche Spieler der „Geißböcke“ verzauberte und den Ball förmlich ins Tor trug. Die Freude auf unserer Seite war überwältigend, die Auswechselspieler konnten sich nicht mehr halten, Sven schwenkte wild mit den Armen. Aber wir auf dem Feld mussten einen klaren Kopf bewahren, das Spiel war noch lange nicht gewonnen. Unsere tollkühne Abwehr ließ jedoch keinen Schuss der „Geißböcke“ aufs Tor zu. Phillip Reimer im Tor wurde wegen mangelnder Beschäftigung zu Liegenstützen verdonnert. Wir erzielten noch 2 weitere Tore. Der Schiri pfiff ab und wertete das Spiel 5:0 für uns „CG Stadtheide“, was dessen Qualifikation untermauerte.

Die Euphorie nach dem Spiel war groß, heute könnte etwas Gewaltiges passieren, doch keiner wagte  es noch auszusprechen, alle waren fokussiert auf das nächste Spiel das uns erwartete. Dieses ließ jedoch lange auf sich warten, gab uns jedoch die Möglichkeit unsere nächsten Gegner zu analysieren. Als nächstes trafen wir auf „Zubasa“ vor der wir großen Respekt hatten, doch auch dieses Spiel gewannen wir überraschend leicht. Allmählich begannen sich die anderen Mannschaften, die von den Rängen aus zuschauten zu fragen, wer diese trikot-losen und teilweise noch jugendlichen Spieler waren und warum eben diese mit scheinbarer Leichtigkeit gewannen. Ich selber wagte es schon vom Pokal zu träumen, wer sollte da noch kommen? Wir haben schon „Zubasa“, einen Favoriten leicht besiegt.

Die Antwort auf die Frage ließ nicht lange auf sich warten. Unser nächster Gegner waren die Schiedsrichter, ja richtig, die Schiedsrichter hatten eine eigene Mannschaft auf die Beine gestellt und nahmen selbst am Turnier teil. Und einer der Ihren Pfiff natürlich die Partie, aber wir waren guten Mutes mit zwei Siegen im Rücken, das Ding nach Hause zu holen. Sportsgeist und Fairness durfte man allerdings nicht von den Schiedsrichtern erwarten, die eigentlich Hüter dessen sein sollten. Die ein oder andere Beleidigung fiel, die Stimmung war angespannt, die Spieler gereizt, unser erstes Spiel in dem wir nicht klar überlegen waren. Dann war es auch schon geschehen, ein Patzer in der Abwehr und das erste Gegentor fiel. Ehrgeizig spielten wir weiter, kurz vor Schluss dann eine Ecke für die Gegner, sie kommt halbhoch rein. Jan Toschinski wehrte sie gekonnt mit seinem Fuß ab, was für mich und den Rest der Spieler die am Seitenrand eine gute Sicht auf den Vorfall hatten, fair aussah, doch einer der gegnerischen Spieler meinte seinen Kopf in Jans Knie rammen und anschließend zu Boden gehen zu müssen. Verdutze Gesichter am Seitenrand, keiner verstand die Aufregung, der Schiedsrichter gab jedoch Elfmeter. Nachdem der betroffene Spieler seine Schmerzen endlich überstand, wir warteten gefühlte zehn Minuten, wurde der Elfmeter ausgeführt, er war natürlich drin. Das Spiel wurde anschließend abgepfiffen. Meiner Meinung nach hatte sich der „gefoulte“ Spieler nicht nur den Elfmeter sondern auch einen Oskar für die beste schauspielerische Leistung im Turnier verdient. In solchen Spielen geht die eigentliche Sache worum es im Fußball geht, nämlich den Sport, verloren und es ist umso schwerer, Ruhe zu bewahren und ein Zeugnis zu sein. Aber während der teilweise langen Spielpausen hatten wir viele Gelegenheiten mit den restlichen Spielern der anderen Mannschaften in Kontakt zu kommen und konnten so, wie wir hoffen, ein Licht sein.

Die restlichen Spiele der Gruppenphase konnten wir alle für uns entscheiden. Vier Siege und eine Niederlage war unsere Bilanz. Damit reichte es jedoch nur zum zweiten Platz in unserer Gruppe. Den ersten Platz belegten die Mannschaft der Schiedsrichter mit einem Punkt mehr.

Guten Mutes sehen wir einem Wiedersehen mit dem Schiedsrichtern im Finale entgegen. Doch zunächst mussten wir zusehen, das Viertelfinale für uns zu entscheiden. Weil die Pausen teilweise sehr lange dauerten, spielten wir dazwischen einfach weiter, um uns warm zu halten. Das hatte jedoch spätestens im Viertelfinale seinen Tribut gefordert. Die Luft war raus und den Gegner, den wir völlig unterschätzen, pflückte unser Mittelfeld mit einem einzigen unglaublichen schnellen Mann auseinander. Lücken entstanden, er hatte Raum, um zu laufen und zum Abschluss zu kommen. Unsere Beine waren schwer, die Motivation schwand, wir kamen einfach nicht durch und kassierten zwei weitere Tore.

Dann endlich, drei schrille Pfiffe, dass Spiel ist gelaufen. Gesenkten Hauptes und stumm gingen wir zu unseren Taschen zurück. Einige klatschten die Gegenspieler noch ab, die anderen gingen gleich vom Platz runter. Der Traum vom Einzug ins Finale und die Revanche mit der Truppe der Schiedsrichter blieb aus. Aber leer gingen wir nicht aus. Natürlich hatten wir Spaß, Gemeinschaft, lernten uns alle besser kennen, wir nahmen auch alle einen gehörigen Sonnenbrand mit nach Hause, aber auch einen Pokal für die Teilnahme, den man nun im Jugendraum bestaunen kann, ist für uns drin gewesen. Die Frage ob es für den Pokal gereicht hat, kann man also doch mit JA! beantworten.

 

Ein Bericht von Lukas Nerenberg alias π-casso

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